Irgendwie und aus irgendeinem Grund bis du auf dieser Web-Seite gelandet. Eigentlich unwichtig, da du nun mal hier bist.
Viele Menschen führen über die Jahre Tagebuch. Das meinige besteht in einigen wenigen Fragmenten. Ich bin mir nicht mal sicher, ob ich diese alle wiederfinden würde.
Auch wenn, nach moderner Auffassung, das Leben ausschliesslich im Hier und Jetzt stattfinden sollte, so stehe ich nur da wo ich stehe, weil mich mein Weg, meine Schritte dahin geführt haben. Ohne sie oder mit anderen, stünde ich an einem anderen Ort. Das gilt wohl auch für dich.
Und auch die Zukunft kann nicht einfach übergangen werden. Mein Blick, mein Handeln richtet sich nach diesem Kompass. Und die Nadel zeigt immer nach vorne und nicht auf den aktuellen Ort. Mag gar sein, dass es ein Hier und Jetzt im absoluten Sinn gar nicht gibt. Zwischen der Vergangenheit und der Zukunft gibt es nur die eine Trennlinie und die hat, wie die Grenze zwischen unterschiedlichen Farbflächen, keine Ausdehnung.
Ich habe das Glück, in die Vergangenheit schauen und in die Zukunft träumen zu können. Auch wenn beide, Zukunft und Vergangenheit, nicht nur von wunderbaren Momenten oder ebensolchen Aussichten erfüllt sind, bin ich darob zufrieden.
Vor Jahren, 1958, bin ich geboren mit der, mir damals nicht bewussten, einzigen Gewissheit, irgendwann einmal zu sterben. Eine Gewissheit, die mich zu keiner Zeit meines Daseins belastet hat und es wohl auch nie tun wird. Ich kann mir mit meiner Ratio nicht erklären, wieso dem so ist. Das Nachdenken darüber führt mich zum Schluss, dass es ein Etwas gibt, das wohl nicht mit meiner Geburt begonnen hat und nicht mit meinem Sterben enden wird. Dieses Etwas gibt Sicherheit und Geborgenheit und sitzt tief im Innern. Nicht beeinflussbar durch die Vernunft, das Denken. Umgekehrt kann es, davon bin ich überzeugt, mein Denken meine Vernunft erreichen und lenken. In den Momenten, in denen das geschieht erlebe ich Glücklichsein. Auf eine Art ein Schritt zurück in das Paradies, dem wir wohl mutwillig den Rücken zukehren. Und es waren immer Gedanken, in der Vernunft geborene Überlegungen, die mich zurück ins Leben geführt haben - aus der Glückseeligkeit in die Zufriedenheit. Und so mag ich dieses Etwas, tief in mir drin, Seele nennen. Unsterblich, unverletzlich und ganz sicher gut.
Ich will mich und dich mit dieser Web-Seite nicht in das Feld der Philosophie führen, sondern mir ganz einfach ein Tagebuch anlegen, das mich mir näher bringt und erklärt. Und sollten wir uns dereinst einmal begegnen, so wirst du mich bereits kennen, verstehen und unsere Begegnung wird ganz einfach schön sein.
Das einzige, das wir im Rucksack immer mittragen sollten sind Toleranz, Erwartungs- und Bedingungslosigkeit gepaart mit aufrichtigem Interesse aneinander.









































